26.09.2020: CSV SF Linden U17 - VfB Hüls U17 II (Unter Vorbehalt.)
16.09.2020 / pjg PC-Ansicht
Regionalliga West:
VfB Homberg - Fortuna Köln 1:3 (1:0)
Heute war mit Tabellenführer Fortuna Köln einer der Meisterschaftsfavoriten der Regionalliga West im PCC-Stadion zu Gast, der VfB Homberg zeigte ein richtig gutes Spiel und forderte den Gästen aus der Domstadt alles ab, am Ende behielten die Vollprofis mit 3:1 die Oberhand. Wenn man die Leistung von heute Spiel für Spiel abrufen kann und personell nicht mehr auf dem letzten Loch pfeift, dann werden sich die erwünschten Erfolgserlebnisse sicherlich bald einstellen.

Das Trainerteam Sunay Acar und Oliver Adler mußte auf die gesperrten Mike Koenders und Necirwan Mohammad sowie auf die verletzten Harris Kaltak, Nurettin Kayaoğlu, Metin Kücükarslan, Danny Rankl und Justin Walker verzichten, allesamt Kandidaten für die Startelf. Gabriel Preuß aus der zweiten Mannschaft gehörte erneut zum Kader, auf der Bank blieben dennoch gleich drei Plätze frei. Nicht nur wegen der personellen Situation waren die Rollen klar verteilt, die Domstädter waren haushoher Favorit. Angeführt von Kapitän Thorsten Kogel formierten die Gastgaber zwei Abwehrreihen, vorne schien Said Harouz allein auf weiter Flur. Doch bei eigenem Ballbesitz schwärmten die Gelb-Schwarzen clever aus und versuchten offensiv Akzente zu setzen. Die ersten beiden Szenen gehörten der Heimelf, erst kam Ricardo Antonaci zu Fall, dann ging Harouz nach Anspiel von Ahmad Jafari über die rechte Seite auf und davon und ließ dem Ex-VfBer Kevin Rauhut mit einem tollen Schuß keine Abwehrchance. Endlich das erste Saisontor - man hörte reihenweise die Steine von den Herzen fallen... Drei Minuten nach der Führung setzte Nico Ochojski aus dem rechten Halbfeld zu einem Schuß an, der sich gefährlich aufs Tor senkte und von Philipp Gutkowski grandios aus dem linken Torwinkel gefischt wurde. Kurz vor der Pause hatten die Gäste eine Doppelchance, Thorsten Kogel und Jeffrey Malcherek waren genauso auf dem Posten wie wenig später Linksverteidiger Clinton Asare, der Ochojski schlecht aussehen ließ. Das war es dann auch mit nennenswerten Angriffsaktionen des Tabellenführers in der ersten Halbzeit, leidenschaftlich kämpfende Homberger gingen keinem Zweikampf aus dem Weg und pöhlten bei Bedarf den Ball auch mal aus der Gefahrenzone. Offensiv war es ebenfalls mehr als ansehnlich, Aktionen über Pierre Nowitzki oder Ahmad Jafari setzten Harouz ein, die Außenspieler Marvin Lorch und Nicolas Hirschberger standen nicht nach - das 2:0 war durchaus möglich. Bis zur Pause blieb es bei der 1:0-Führung.

Nach dem Seitenwechsel erwarteten alle Anwesenden einen Sturmlauf der Domstädter, die erste Aktion gehörte aber Said Harouz, der aber nach starkem Dribbling letztlich hängenblieb. Dann aber kam der Spitzenreiter auf, Mohamed Redjeb und Thorsten Kogel verhinderten zunächst Schlimmeres. In der 58. Minute aber war es dann soweit: Zwei Versuche der Kölner konnten noch abgeblockt, aber nicht entscheidend geklärt werden - Lars Bender stand richtig und schoß zum 1:1 ein. Danach übernahmen die Gäste endgültig das Kommando, aber völlig ausschalten konnte man die Gelb-Schwarzen nicht. Said Harouz - mit langen, teilweise auch unerreichbaren Bällen auf die Reise geschickt - machte weiterhin viel Alarm, Fortuna-Keeper Rauhut war zweimal einen Schritt schneller. Dann klärten die Gastgeber mit viel Mühe eine gefährliche Situation, die nachfolgende Ecke köpfte der gefühlt drei Meter große Fortuna-Abwehrchef Jannik Löhden am kurzen Pfosten zum 1:2 ein. Sieben Minuten später wurde ein Schuß des eingewechselten Pascale Talarski zur Ecke geklärt, kurz darauf folgte die einzige kritikwürdige Aktion des VfB Homberg: Nicolas Hirschberger kam in aussichtsreicher Position im Strafraum zu Fall, der Schiedsrichter ließ weiterlaufen. Die Homberger reklamierten zu lange, das im Gegenzug gefallene 1:3 hätte ansonsten wohl verhindert werden können. Danach gab es nach Talarski-Vorarbeit noch einen Lattentreffer durch Hirschberger - es blieb beim 1:3. Drei Niederlagen in drei Spielen - das klingt nicht gut. Aber die heutige Leistung gegen einen Kontrahenten, mit dem sich der VfB Homberg nicht vergleichen kann und will, sollte Mut machen für die nächsten Aufgaben. Die Mannschaft ist als kämpferisch starke und homogene Truppe aufgetreten, jeder ist für jeden gerannt, gegenseitiges Anfeuern war zu hören. Die taktische Ausrichtung war durchdacht und hat funktioniert, darauf muß man jetzt aufbauen.

Weiter geht es am kommenden Samstag bei Preußen Münster, dem nächsten "Brett" für den VfB Homberg.

VfB Homberg: Gutkowski - Antonaci, Malcherek, Kogel (76. Talarski), Redjeb, Asare - Lorch, Jafari, Nowitzki, Hirschberger - Harouz

Tore: 1:0 (5.) Harouz, 1:1 (58.) Bender, 1:2 (73.) Löhden, 1:3 (84.) Salman

Schiedsrichter: Felix Weller (Neunkirchen)

Zuschauer: 300


       
       
       
       
       
       
       
       
Fotos: Michael Ketzer / Christiane Trömer
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