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19.03.2022 / pjg Mobilansicht
Regionalliga West:
VfB Homberg - Bonner SC 0:3 (0:0)
Die allerletzte Chance, noch einmal in den Kampf um den Klassenerhalt eingreifen zu können, hat der VfB Homberg schon vor einer Woche vergeigt, als man gegen Fortuna Düsseldorf U23, bis dahin das schwächste Rückrundenteam, am Ende mit leeren Händen dastand. Heute endete die englische Woche, die am Mittwoch mit einer 1:2-Niederlage beim FC Wegberg-Beeck weiterging, mit einer 0:3-Heimklatsche gegen den Bonner SC. Damit sind die Gelb-Schwarzen rechnerisch noch nicht abgestiegen, aber der Tabellenstand, die Leistung von heute und vor allem das "Gesamtbild" weisen eindeutig in die Richtung "Oberliga".

Trainer Sunay Acar konnte Corona-bedingt nicht vor Ort sein und wie gewohnt fehlten Spieler angeschlagen oder gesperrt. Daß letztere in verschiedenen "Grüppchen" rund um den Platz anzutreffen waren, irrititiert durchaus (oder spricht für sich). Die eingesetzten Kollegen lieferten eine erste Halbzeit ab, in der nicht alles perfekt lief, die aber genügend Torchancen für eine deutliche Pausenführung mit sich brachte. Die eine oder andere Gelegenheit wurde mehr oder weniger kläglich vergeben, aber auch der Ball zeigte, daß die Glücksgöttin Fortuna am Rheindeich nichts zu melden hat: Ein Schuß von Maurice Opfermann Arcones sprang gegen alle physikalischen Gesetze vom Pfosten ins Feld zurück.

Nach dem Seitenwechsel fruchtete offensichtlich die Halbzeitansprache von Bonns Trainer Markus von Ahlen, der seit der Winterpause im Amt ist. Die Gastgeber hatten bis zum Ende keine einzige Torgelegenheit mehr, die Kicker aus der ehemaligen Bundeshauptstadt dagegen trafen zum 0:1 nach einer Unordnung in der VfB-Abwehr und zum 0:2 nach erneut suboptimalem Abwehrverhalten. Das 0:3 wurde dann noch in "Tor-des-Monats-Manier" nachgelegt, sogar die VfB-Fans staunten über den Kunstschuß von Serhat Semih Güler. Als der Schlußpfiff von Schiedsrichter Marco Goldmann, der das Spiel zusammen mit seinen Assistenten Sina Diekmann und Stefan Tendyck unaufgeregt und souverän leitete, ertönte, waren auf Seiten der VfB-Fans keine Emotionen spürbar. Das Dutzend mitgereister BSC-Fans feierte den Auswärtssieg verdientermaßen: Die Blau-Roten sind jetzt siebtbestes Rückrundenteam. Uhltra sen. konnte sich immerhin über das Wiedersehen mit Olli Groundhopper freuen, der im PCC-Stadion in gewohnter Hochform auflief.

Weiter geht es für den VfB Homberg am kommenden Samstag bei Preußen Münster, die Westfalen sind - zumindest nach eigener Einschätzung - noch im Aufstiegsrennen und gegen die Gelb-Schwarzen klarer Favorit. Das waren sie aber auch schon im Hinspiel...

VfB Homberg: Gutkowski - Wellers, Rau, Lübke, Walker - Opfermann Arcones (64. Adamski), Kogel - Marcinek (71. Palla), Meier (85. Hauser), Pfalz - Bouchama

Tore: 0:1 (51.) Güler, 0:2 (66.) Berg, 0:3 (78.) Güler

Schiedsrichter: Marco Goldmann (Warendorfer SU)

Zuschauer: 300


       
       
       
       
       
       
       

Fotos: pjg
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