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11.04.2015 / pjg Mobilansicht
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar:
Borussia Neunkirchen - TSG Pfeddersheim 0:3 (0:2)
Ein langes Wochenende in Saarbrücken nutzten der ältere Uhltra und seine bessere Hälfte zum Besuch des Oberliga-Spiels zwischen Borussia Neunkirchen und der TSG Pfeddersheim. Die Gastgeber waren im DFB-Pokalfinale des Jahres 1959 dem ETB Schwarz-Weiß Essen 2:5 unterlegen, revanchierten sich aber ein paar Jahre später, als sie dem ETB den Bundesligaaufstieg vermasselten und selbst - wenn auch nur kurzzeitig - erstklassig auflaufen konnten. Vor wenigen Tagen mußten die Saarländer Insolvenz anmelden - was nicht nur bei den Uhltras großes Bedauern auslöste, aber auch dafür sorgte, daß die heutige Partie in einem normalerweise nicht denkbaren Rahmen stattfand.

Im ausgesprochen sehenswerten Ellenfeldstadion - mitten in einem Wohngebiet gelegen - hatte sich "hoher Besuch" eingefunden, der im Rahmen eines knapp einstündigen Vorprogramms zu Wort kam. Dazu gehörten beispielsweise Spieler der Mannschaft um Keeper Willi Ertz, die 1964 dem FC Bayern München im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg das Nachsehen gegeben hatte. Dazu gehörte auch der nicht unbekannte und immer noch unübersehbare frühere Fußballmanager Reiner Calmund, der sich für die Rettung der Borussia engagiert und im launigen Interview fundierte Kenntnisse zeigte, was die Geschichte des Clubs aus der zweitgrößten Stadt des Saarlands angeht. Auch ein alter VW Käfer fuhr auf das Spielfeld, er hatte in den letzten Tagen - auf einem Anhänger - ganz Deutschland bereist, dabei waren zahlreiche Autogramme auf das betagte Blechkleid geschrieben worden. Keiner der aktuellen Bundesliga-Clubs ließ es sich nehmen Unterschriften beizusteuern, auch ehemalige Stars wie Berti Vogts - der wie auch Günter Netzer und Jupp Heynckes sein allererstes Bundesliga-Spiel im Ellenfeldstadion bestritten hat - verewigten sich für den guten Zweck: Das Auto soll in naher Zukunft versteigert werden.

Neben diesem ungewöhnlichen "Rahmenprogramm" überzeugten - wie schon erwähnt - das Stadion, die Bratwurst und die Geschwindigkeit, mit der man Bier bekam. Weniger gut präsentierten sich leider die Fußballer, weder die von rund 700 Zuschauern unterstützten Gastgeber noch der - trotz intensiver Suche - ohne erkennbare Fans angereiste Tabellendritte aus dem Wormser Stadtteil Pfeddersheim boten fußballerische Feinkost. Immerhin hatten die Gäste bei überwiegend ungemütlichem Wetter - die Sonne hatte pünktlich zum Anpfiff ein Nachmittagsschläfchen eingelegt - einen gewissen Enis Aztekin in ihren Reihen, der zusammen mit dem über 90 Minuten quirligen Sebastian Kaster die Borussen-Defensive vor einige Probleme stellte und mit einem Dreierpack die Partie fast im Alleingang entschied. Beim 0:1 half ein Neunkircher mit, der einen harmlosen Schuß aus 18 Metern zu einer für Keeper Sebastian Flauss unhaltbaren Bogenlampe abfälschte. Vor dem 0:2 ging Kaster auf der rechten Angriffsseite unwiderstehlich bis zur Grundlinie, was den gegnerischen Abwehrspielern so gut gefiel, daß sie alle hinterher rannten. Daß man von rechts auf die linke Seite flanken kann - wie es Kaster tat - und daß sich dort sogar ein Gegenspieler aufhalten kann - wie es Aztekin tat -, war in dieser Situation offensichtlich überraschend. Enis Aztekin war es egal, er schoß den Ball völlig freistehend zum 0:2 ins Tor. Daß zwischen den beiden Toren zweimal der Ausgleich hätte fallen können - Andreas Haas vergab zwei Kopfballchancen aus nächster Nähe knapp -, war jetzt egal: Die Vorentscheidung war gefallen. Nach dem Seitenwechsel agierten die Borussen viel zu verhalten, es war von außen kein Wille feststellbar die Partie noch zu drehen. Und wenn es dann doch mal nach vorne ging, verpaßte man immer wieder das rechtzeitige Abspiel, die TSG-Abwehr hatte nur in der 62. Minute eine bange Situation zu überstehen, als Andreas Backmann nach einer Ecke knapp am Pfosten vorbeiköpfte. Auf der anderen Seite zielte Aztekin wenig später genauer und markierte das 0:3, Sebastian Kaster hätte seine starke Leistung mit dem 0:4 krönen können, schoß den Ball sechs Minuten vor dem Abpfiff aber geradezu kurios über das leere Tor.

Die Uhltras hätten den Borussen aus Neunkirchen und besonders deren Fan Russel J. einen Sieg gegönnt, doch der war heute in keiner Phase des Spiels in Reichweite. So bleibt nur Glück für die kommenden Wochen zu wünschen, und dies möglichst auf und neben dem Platz.

Borussia Neunkirchen: Flauss - Jorrin, Vituzzi (52. Haliti), Backmann, Y.Bach - Schmitt, Gotthardt (65. Leibold), Kadrija, Kern - Kizmaz (46. Dausend) - Haas

TSG Pfeddersheim: Müller - Schittenhelm, Tillschneider, Litzel, Ludwig - Schulz (77. Frey), Krist (82. P.Bach), Bräuner, Klotz, Aztekin (87. Adler) - Kaster

Tore: 0:1 18.) Aztekin, 0:2 (40.) Aztekin, 0:3 (70.) Aztekin

Schiedsrichter: Dominic Mainzer (SV Konz)

Zuschauer: 700


       
       
       
       
       

Fotos: pjg
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