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27.03.2015 / cso Mobilansicht
Regionalliga West:
Rot-Weiss Essen - SV Rödinghausen 0:3 (0:0)
Coach Fascher nicht mehr zu halten

In den letzten Jahren konnte man durchaus den Eindruck gewinnen, Rot-Weiss Essen sei die Wandlung zu einem seriösen, ambitionierten Fußballverein gelungen, doch damit ist anscheinend wieder Schluss. Ein Spieler gedopt, Punktabzug, Millionen Steuergelder, die im Stadionbau versickert sind, aufgebrachte Fans, die eindrucksvoll unter Beweis stellen, wer bei RWE das Sagen hat, ein entlassener Sportvorstand und in Kürze unter Garantie auch noch ein gefeuerter Trainer, dessen Vertrag unlängst von dem gekündigten Vorstand eigenmächtig, aber dennoch wohl rechtskräftig, bis 2016 verlängert wurde.

Der schrille Kontrast aus großer Oper hinter den Kulissen und sportlicher Tristesse setzte sich im Heimspiel gegen den SV Rödinghausen nicht nur fort, er erlebte sogar seinen vorläufigen Höhepunkt. Eine Viertelstunde lang präsentierte Rot-Weiss Essen seinen immer noch 6.107 Fans gefälligen Fußball. Dann jedoch gelang es dem SV Rödinghausen - vor fünf Jahren noch in der Kreisliga - immer besser, sich auf die Spielweise der Hausherren, die wie so häufig aus endlosen Querpaßstafetten und finalen langen Bällen bestand, einzustellen, sodass es für die Roten zunehmend mühsam wurde. Drei Chancen erspielte sich die Elf von Marc Fascher vor dem Seitenwechsel aber dennoch: Tim Hermes, der sich mit Leon Binder einen Doppelpass an der Strafraumkante zugespielt hatte, fehlten nur Zentimeter (21.´); Kai-Bastian Evers klärte einen frechen Freistoß von Tim Hermes auf der Linie des Rödinghauser Tores (30.´); Sven Kreyer zielte, nachdem er sich schön aus der Manndeckung gedreht hatte, knapp vorbei (37.´). Der SV Rödinghausen setzte seinerseits nur sehr wenige Offensivakzente, und wenn, dann liefen die Aktionen meist über den ballgewandten Rechtsaußen Florian Rüter.

Ein guter Distanzschuss von Tim Hermes kurz nach Wiederanpfiff durch das schwache Gespann um Schiedsrichterin Marija Kurtes war das letzte Lebenszeichen einer RWE-Mannschaft, die sich neben der nicht mehr zu leugnenden sportlichen Unzulänglichkeit mehr und mehr auch dem Vorwurf der Charakterlosigkeit stellen muss. Stattdessen tauchten plötzlich die Ostwestfalen vor der Westtribüne auf: Marius Bülters Schuss wurde noch so eben über die Latte gelenkt, doch RWE bekam den anschließenden Eckball nicht aus der Gefahrenzone, und am Ende bedankte sich Kapitän Sören Siek mit einem schönen Seitfallzieher für die rot-weiße Konfusion. Der Fan-Forderung "Aufhören" wurde - nicht alles ist so leicht durchzusetzen wie die Entlassung von Uwe Harttgen - nicht nachgekommen, und so nahm das Leid bislang unbekannte Ausmaße an. Ein weiterer katastrophaler Abwehrschnitzer brachte Rödinghausens Top-Torjäger Marius Bülter frei vor Niclas Heimann - 0:2. Unter dem Vorwand, ihre Transparente abzuhängen, gelang es einigen RWE-Fans anschließend, ein Tor zum Innenraum zu öffnen. Prof. Dr. Michael Welling persönlich trat den Weg zur Westkurve an, stellte sich in das Tor und nahm die Diskussion mit den aufgebrachten Anhängern auf. Neben Trainer Marc Fascher, der unter den 6.107 Zuschauern keinen einzigen Freund mehr haben dürfte, bekamen auch die Spieler ihr Fett weg; die Auswechselspieler wurden mit Bier beworfen, Torwart Heimann musste sich Stinkefinger ansehen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit krönte Florian Rüter seine starke Leistung und nahm für das 0:3 auch die Ovationen der Essener Zuschauer entgegen. Als Marija Kurtes das Spiel mitten im Torjubel beendete, fand der Platzsturm doch noch statt, und knapp zwei Dutzend RWE-Fans jagten die eigenen Spieler in die Kabine.

Das leidgeprüfte und bis zu einem hohen Maße auch leidensfähige RWE-Publikum ist nicht mehr bereit, das Elend, welches sich seit Jahresbeginn in jedem Heimspiel vor ihnen ausbreitet, zu ertragen. Wenn das Tischtuch zwischen Verein und Fans - und die Fans sind sicherlich der letzte Trumpf, den dieser Viertligist noch hat - nicht vollends zerschnitten werden soll, bleibt nur eine Lösung: Der Trainer muss gehen. Ob es einzig an ihm liegt, darf aber bezweifelt werden. Das eingekaufte Spielermaterial scheint jedenfalls auch nicht die Qualität zu haben, von der man lange schwärmte.

Das nächste Heimspiel gegen die Sportfreunde Siegen findet erst Mitte April statt - genug Zeit also für den Blog der Uhltras, sich von dieser Show zu erholen.

RWE: Heimann - Neunaber, Zeiger, Binder, Huckle - Studtrucker (80.´ Arenz), Treude, Baier, Hermes (68.´ Freiberger) - Platzek, Kreyer.

SV Rödinghausen: Schönwälder - Evers, Saur, Kalkan, Frank - Müller (90.´ Williams), Siek, Rüter, Smarzoch (78.´ Andrijanic) - Bülter (76.´ Gecim), Veselinovic.

Tore: - / 0:1 (58.´) Siek, 0:2 (70.´) Bülter, 0:3 (90.´+2) Rüter.

Schiedsrichterin: Marija Kurtes (SG Benrath-Hassels)

Zuschauer: 6.107
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