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03.10.2014 / cso Mobilansicht
Regionalliga West:
Rot-Weiss Essen - SC Verl 1:1 (1:0)
RWE noch nicht gefestigt genug

Bis auf den letzten Kubikzentimeter gefüllt stand der Einsatzwagen der EVAG um 17:15 Uhr vor dem Essener Hauptbahnhof und bewegte sich doch kein Stück in Richtung Hafenstraße. "Warum geht´s nicht weiter?" Auf diese Frage wusste der freundliche Mitarbeiter der lokalen Verkehrbetriebe, der die Tür bewachte, sogleich eine Antwort: "Der Busfahrer muss seinen Fahrplan einhalten." Dass es niemand seltsam findet, wenn ein rappelvoller Bus, der ohne ausgehängten Fahrplan und ohne Zwischenhalt zu seinem Ziel verkehrt, eine Marschtabelle einhalten muss, gehört wohl zu den kulturellen Eigenheiten dieses Landes. Ebenso verhält es sich mit dem Umstand, dass sich zum Abschluss eines spätsommerlichen Nationalfeiertages fast 8.000 Bürger finden, die sich die Viertligabegegnung von Rot-Weiss Essen gegen den SC Verl ansehen wollen.

Durchaus zum Wohlgefallen der RWE-Fans fand die Elf von Trainer Marc Fascher mit dem Rückenwind aus zwei siegreichen Partien gegen Spitzenreiter Viktoria Köln (2:1, Blog-Bericht) und beim SV Rödinghausen (1:0) in das Spiel gegen die in schwarz auflaufenden Ostwestfalen. Vor allem bei Standardsituationen konnte Rot-Weiss die Gäste immer wieder in arge Bedrängnis bringen, und nach einer Ecke von Benjamin Baier traf Innenverteidiger Philipp Zeiger per Kopf zum frühen 1:0. Nach einem Freistoß von Patrick Huckle war es wieder Zeiger, der mit dem Kopf an den Ball kam; die nachfolgende Ecke brachte Marcel Platzek in eine gute Schussposition, doch es blieb vorerst bei dem einen Tor für die Gastgeber.

Fünf Minuten vor der Pause hatte sich der SC Verl langsam besser auf das Spiel von RWE eingestellt, dem sichtlich ein Kreativspieler im Mittelfeld fehlte, und kam nun zum ersten Mal selbst ein wenig auf. Nach dem Seitenwechsel setzte sich dieser Trend fort, und mit der ersten nennenswerten Chance belohnte sich der SC Verl mit dem Ausgleich: Matthias Haeder war in den Sechzehner eingedrungen, Rot-Weiss bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Hamadi Al Ghaddioui dafür nach reichlich Rumgestocher die Einschussgelegenheit - 1:1.

Anders als zuletzt feuerten die Fans im Stadion Essen ihre Elf auch nach dem Gegentreffer weiter an, doch spätestens mit einem Verler Aluminiumtreffer kurz nach dem Ausgleich war das Selbstvertrauen bei RWE dahin. Sichtlich nervös versprangen nun Bälle, und es gab von beiden Seiten wenig Produktives zu sehen.

Wahrscheinlich wäre das Spiel ereignisarm seinem Ende entgegengeplätschert, hätte nicht Schiedsrichter Bastian Börner aus Iserlohn noch seinen großen Auftritt gehabt. Sieben Minuten vor Schluss sprintete Sven Kreyer mit dem Verler Torwart Sebastian Lange auf einen abgeprallten Ball zu. Lange siegte im Sprintduell, und die Situation schien vorbei. Nicht so für den Unparteiischen, der zur Verwunderung der allermeisten Betrachter plötzlich Elfmeter anzeigte und den Verler Rechtsverteidiger Julian Schmidt mit einer roten Karte bedachte. Offenbar muss Julian Schmidt den Ex-Bochumer Sven Kreyer nach Ansicht von Schiri Börner gehalten haben - der nicht nennenswert alkoholisierte Schreiber dieser Zeilen hatte jedenfalls einen unverstellten, klaren Blick auf die Situation und sah gar nichts Regelwidriges. Benjamin Baier übernahm die Verantwortung, schoss den Elfer halbhoch nach links, Sebastian Lange parierte, und der überhastete Nachschuss ging links am Tor vorbei.

Mit einem Mann Überzahl hatte RWE nun aber doch wieder Wind in den Segeln und rannte wütend auf seine eigene Fankurve an. Kurz vor dem Ende versprach eine Ecke von rechts nochmals Gefahr zu bringen, doch gerade als Baier diese in den Strafraum zirkelte, warf ein Zuschauer von der Westkurve ein zweites Spielgerät auf den Platz. Es folgte ein Proseminar Regelkunde: Dass das Spiel mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt werden musste, war vielen, wenngleich nicht allen Spielern und Zuschauern klar. Um die Frage, wie der Schiedsrichterball auszuführen sei, entbrannten jedoch hitzige Diskussionen. RWE pochte zurecht auf Ballbesitz, der SC Verl wollte das am eigenen Strafraum verständlicherweise nicht zulassen. Es gab also ein eishockeymäßiges Bully. Der erste Versuch war ungültig, da beide Streithähne nicht warten konnten, bis der Ball den Boden berührte. Beim zweiten Versuch kam Verl in Ballbesitz, aus welchem heraus Marco Kaminski einen Essener anschoss und sich einen Einwurf sicherte. Das wertete ein ganzes Rudel von RWE-Spielern als Gipfel der Unfairness, Kaminski ging zu Boden, doch Bastian Börner beließ es bei einigen gelben Karten. Die endlos lange Nachspielzeit brachte nur noch einen Schussversuch von Sven Kreyer, der aber weit am Tor vorbei ging, sodass es bei einem 1:1 blieb, von dem man nicht recht weiß, was man von ihm halten soll.

Weiter geht es für Rot-Weiss am Freitag in Siegen; das nächste Regionalliga-Heimspiel steigt am 26.10. gegen die SG Wattenscheid 09. Da das ein Sonntag ist, muss RWE ohne den Blog auskommen, dessen Glücksbringer-Nimbus heute ohnehin einige Kratzer bekommen hat.

RWE: Heimann - Dombrowka (46.´ Neunaber), Zeiger, Weber, Huckle (70.´ Hermes) - Soukou, Baier, Treude, Steffen (70.´ Studtrucker) - Platzek, Kreyer.

SC Verl: Lange - Schmidt, Kaminski, Stöckner, Rasp (61.´ Mainka) - Schröder (78.´ Schonlau), Mikic - Großeschallau, Haeder, Engelmann - Al Ghaddioui (85.´ Plucinski).

Tore: 1:0 (17.´) Zeiger/ 1:1 (50.´) Ghaddioui.

Rote Karte: Schmidt (83.´/ Notbremse)

Bes. Vorkommnis: Lange pariert FE von Baier (83.´).

Schiedsrichter: Bastian Börner (BSV Lendringsen 1919)

Zuschauer: 7.747
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