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27.07.2013 / pjg Mobilansicht
Freundschaftsspiel:
FC Schalke 04 - Al-Sadd Sports Club 9:0 (4:0)
Es soll vorkommen, daß sich der eine oder andere Freund des gepflegten Amateurfußballs in die andere Welt verirrt, in die Welt des kommerzialisierten, lauten, grellen, pompösen und gut besuchten Profi-Kicks. Heute begaben sich der Autor dieser Zeilen und seine bessere Hälfte in die Veltins-Arena in einem der berühmtesten Vororte der Welt: Schalke. Es stand der verspätete Abschied von Raúl auf dem Programm, der am 01.05.2012 beim D-Jugendturnier des VfB Homberg mit einem VW-Bus und vier Kindern angereist war und damals einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Zu diesem Event, das pfiffigerweise mit einem Vorbereitungsspiel gegen Raúls neuen Verein verbunden wurde, gab es Karten zu akzeptablen Preisen. Vor allem aber kollidierte die Partie nicht mit wichtigeren Ereignissen wie Oberliga- oder Bezirksliga-Begegnungen.

U-Bahn und Regionalexpress brachten uns zum Gelsenkirchener Hauptbahnhof, wo nach einer kleinen Zwischenmahlzeit im Wursthaus König der Weg an der nicht unbekannten Kneipe Charlys Bummelzug vorbeiführte. Da dort das Stauder-Pils in Stadionmanier - also aus Plastikbechern - ausgeschenkt wurde, gingen wir bei tropischen Temperaturen ein paar Straßen weiter und landeten im Posthörnchen, einer Ruhrgebietskneipe, wie es sie eigentlich längst nicht mehr gibt. Auch der Preis für - selbstredend - Veltins-Pils war old-fashioned: 3,10 Euro für den halben Liter.

Nach einem locker verbrachten Dreiviertelstündchen ging es mit der Straßenbahn weiter zur ausverkauften Arena. Der Taschenrechner des Smartphones half auszurechnen, daß man wohl nur ca. zweiundzwanzig Jahre lang alle Heimspiele seines bevorzugten Oberliga-Vereins live ansehen muß, um in Summe auf die Zuschauerzahl dieses einen Spiels zu kommen. Nun, so alt sind wir ja noch gar nicht - das könnte noch klappen. Allerdings muß man bei Hitze viel trinken, wenn man nicht frühzeitig ausscheiden will - gut, daß wir flüssig vorgelegt hatten: Denn Knappenkarten, das einzig anerkannte Zahlungsmittel an den Wurst- und Getränkeständen, waren - wie der Name schon sagt - knapp. Also nahmen wir unverpflegt unsere Sitzplätze ein, von denen wir einen hervorragenden Blick auf den grünen Rasen und den Videowürfel unter dem Dach hatten. Sitzplätze muß man allerdings relativieren: Bei jedem Gesang mit blau-weißem Background ("Steh auf, wenn Du Schalker bist", ...) mußte man sich erheben, wenn man nicht nur wohlgeformte Rücken betrachten wollte. Außerdem hatten wir Sitze direkt am Gang - und in unserer Reihe waren wohl die blasenschwächsten und/oder durstigsten aller Besucherinnen und Besucher untergebracht. Unsere Schätzungen belaufen sich auf 60 Prozent Sitzzeit. Immerhin.

Zum Fußball sei zu sagen, daß es sich um ein Testspiel von Profispielern gegen eine Thekenmannschaft handelte, dessen Höhepunkte ein Traumtor von Leon Goretzka und ein durch Julian Draxler einzigartig vorbereiteter Raúl-Treffer darstellten. (Richtiger Fußball stand einen Tag später in Hiesfeld auf dem Programm, dazu an anderer Stelle mehr.) Auch die Flexibilität der Sportstätte - eine Halbzeit gut belüftet trotz geschlossenem Deckel, eine Halbzeit noch besser belüftet mit geöffnetem Schiebedach - machte mächtig Eindruck. Nach dem Schlußpfiff feierten die Zuschauer ihren Señor Raúl, der in der zweiten Halbzeit in Königsblau gespielt und zwei Tore zu seinem eigenen Fest beigesteuert hatte.

Die Abreise war problemlos, Straßenbahnen fuhren im Sekundentakt. Eine zweite Verschnaufpause im Posthörnchen - inkl. kostenlosem Blick auf ein LED-TV mit einem Supercup-Finale - rundete den Ausflug in die andere Welt vorläufig ab. Die endgültige Abrundung gab es im Obergeschoß des Regionalexpress: Die beiden Groundhopper fanden sich mitten unter fröhlichen Schalke-Fans wieder - nicht einmal der Supercup-Erfolg der Lüdenscheider konnte die Stimmung trüben - und feierten der Einfachheit halber bis Duisburg mit.

FC Schalke 04: Ja.

Al-Sadd Sports Club: Na ja.

Tore: Jede Menge.

Zuschauer: 61.973.

Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne).
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