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04.12.2011 / Uhltras Mobilansicht
NRW-Liga:
ETB - VfB Homberg 2:3 (1:1)
ETB vergrault letzte Fans

Große Enttäuschung am Uhlenkrug: Sang und klanglos ging das letzte NRW-Liga-Heimspiel des Jahres 2011 gegen den VfB Homberg verloren, und die von einigen Daueroptimisten gehegten Aufstiegsträume bekamen einen empfindlichen Dämpfer. Denn trotz einer frühen Führung durch ein Elfmetergeschenk und eines zwischenzeitlichen Ausgleichs zum 2:2 stand der ETB am Ende mit leeren Händen da, und das völlig verdient.

Die erste Chance gehörte dem ETB, nach acht Minuten entschärfte VfB-Keeper Carpentier einen Schuß von Manuel Schulitz in die rechte untere Ecke. Zwei Minuten später hieß es dann aber endgültig 1:0: Schiedsrichter Nils Neuhaus zeigte nach einer harmlosen Aktion im Gäste-Strafraum zur Überraschung aller auf den Elfmeterpunkt, Dirk Heinzmann ließ sich das Geschenk nicht entgehen und verwandelte sicher.

Die Gäste zeigten sich nicht geschockt, sondern übernahmen mehr und mehr das Kommando auf dem Feld. Dabei ergaben sich aber kaum zwingende Torgelegenheiten, erst bei einem Innenpfostenschuß des quirligen Bougjdi stockte den ETB-Fans der Atem. 120 Sekunden später fiel dann doch der Ausgleich, als Almir Sogolj nach einem Stellungsfehler von Dirk Heinzmann, der seinen Gegenspielern läuferisch klar unterlegen war, vollenden konnte. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte der ETB nach einem Solo von Kamil Bednarski noch einmal eine gute Szene, doch die VfB-Abwehr konnte die Situation klären. So ging es mit dem leistungsgerechten 1:1 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel fand das Spiel dann nur noch in der ETB-Hälfte statt, die VfB-Akteure ließen Ball und Gegner laufen. Nach vergebenen Chancen im Drei-Minuten-Takt traf Ex-Profi Daniel Embers aus 14 Metern von der linken Seite zum 1:2. Ersatztorwart Marcel Ptach machte bei diesem Gegentor wie auch in vielen anderen Situationen keinen guten Eindruck.

ETB-Trainer Dirk Helmig reagierte auf die nachlassende Leistung seiner Elf und brachte Daniel Opitz für den indisponierten Ruben Nipken. Die offensive Grundausrichtung machte sich zwei Minuten nach dem Treffer bezahlt: Der aufgerückte U19-Innenverteidiger Paul Voß lenkte einen von Kamil Bednarski hereingegebenen Freistoß ins Tor. Doch auch dieser glückliche Treffer beflügelte die Gastgeber nicht, Homberg hatte weiter das Heft in der Hand und traf gegen die abseits-reklamierende ETB-Defensive zum 2:3.

Nachdem sich Redouan El-Hossaini an der Mittellinie zu einem Nachtreten hatte hinreißen lassen und für diese überflüssige Aktion richtigerweise mit Rot des Feldes verwiesen worden war, wäre einige Male sogar fast das 2:4 gefallen, doch es blieb bis zum Ende beim Ein-Tore-Vorsprung. Dank einer kämpferisch und vor allem spielerisch sehr guten Leistung konnten die VfB-Spieler um Kapitän Sunay Acar (an seiner alten Wirkungsstätte) also ihren ersten Auswärtssieg feiern.

Auf der anderen Seite hinterließ der ETB überall nur verärgerte Fans. Die Leistung der Mannschaft am heutigen Tage war eines Oberligisten absolut unwürdig. Marcel Ptach im Tor wirkte unsicher und leistete sich zahlreiche Fehler. Die Abwehr agierte ohne jedes Konzept, ließ Torchancen en masse zu und wäre von einer torgefährlicheren Offensive, als sie der VfB Homberg aufbieten konnte, förmlich aus dem Stadion geschossen worden. Das Mittelfeld war in der gesamten zweiten Hälfte ein einziges Loch. Die Offensivabteilung agierte in der letzten halben Stunde in einer selten beobachteten Weise statisch und träge. Allenfalls Manuel Schulitz und Kamil Bednarski haben sich heute eine andere Note als 6 verdient.

Da der heutige Auftritt nicht der erste von dieser Sorte war, sondern sich im Gegenteil in ein Gesamtbild einfügt, müssen sich die Verantwortlichen nun einiger Kritik stellen. Trainer Dirk Helmig hat es offenbar nicht fertig gebracht, seiner jungen Mannschaft etwas beizubringen. Die Leistungen der letzten Wochen sind jedenfalls keineswegs besser als das, was uns zu Beginn der Saison geboten wurde. Wenn dann auch noch die Spieler, gelinde gesagt, zurückhaltend mit ihrem kämpferischen Einsatz umgehen, ist es schlecht bestellt um den ETB.

Die Schwarz-Weißen haben mit einem geringen Etat planen müssen, das ist klar. Herausgekommen ist eine junge Mannschaft, die auf Augenhöhe mit Vereinen wie Bergisch Gladbach 09, Westfalia Rhynern, dem SV Schermbeck und dem VfB Homberg spielt. Das ist okay. Nicht okay ist das, was der Verein nach außen hin verkaufen möchte: „Wir sind nicht unaufsteigbar!“ Vielleicht richtig. Aber dieses Jahr wird der ETB nicht aufsteigen. Er kann sich getrost auf eine Zukunft in der Verbandsklasse einstellen. Wie das finanziell zu bewältigen sein wird, steht in den Sternen. Auf einen erfreulichen Zuschauerzuspruch kann der Verein jedenfalls nicht hoffen: Wohlmeinend geschätzte 120 Zuschauer verloren sich heute im Uhlenkrugstadion. Wer in Essen erfolgreichen und ambitionierten Amateurfußball sehen will, geht im Moment zum FC Kray. Aber auch die ETB-Fans sind immer weniger dazu bereit, Zeit und Geld für Darbietungen wie am heutigen Tage aufzuwenden. Noch viel weniger Lust haben sie darauf, für die völlig deplazierte PR-Arbeit des Vereins verspottet zu werden.

Am kommenden Freitag gibt es für die Schwarz-Weißen noch eine Chance für einen versöhnlichen Jahresausklang. Es geht zum VfB Speldorf, der heute in Siegen 0:0 gespielt hat. Es wird sehr schwer... (cso und pjg)


ETB: Ptach - Schulz, Voß, Heinzmann (60.’ Müller), Nipken (69.’ Opitz) – Walther, Zeh (88.’ Dluhosch) – Schulitz, Bednarski, El-Hossaini – Burgio.

Tore: 1:0 (10.’/ FE) Heinzmann, 1:1 (30.’) Sogolj/ 1:2 (67.’) Embers, 2:2 (69.’) Voß, 2:3 (75.’) Bougjdi.

Rot: El-Hossaini (82.’/ Nachtreten)

Zuschauer: 120 (offiziell 260)
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