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27.05.2011 / Uhltras Mobilansicht
Bezirksliga:
ETB II - Heisinger SV 1:1 (0:1)
Letzter Vorhang für ETB II - Hochverdienter Punktgewinn gegen den Heisinger SV

Für eine Auswechslung gibt es manche Gründe: Die Quittung für ein schwaches Spiel. Die Angst vor einem Platzverweis. Eine taktische Umstellung. Nein, eine Auswechslung ist in aller Regel keine angenehme Sache für einen Fußballer. Und trotzdem kann eine Auswechslung auch das größte Geschenk sein, das ein Trainer seinem Spieler machen kann: Wenn es nämlich die letzte Partie ist, die ein verdienter Recke für seinen Verein absolviert.

Solch eine Ehrenauswechslung hätte ETB II-Übungsleiter Patrick Notthoff wohl am liebsten jedem seiner elf Jungs gegönnt – stand doch längst fest, dass an diesem Abend im Mai eine ganze Mannschaft ihre Abschiedsvorstellung geben würde. Den herzlosen DFB-Vorschriften folgend waren es dann, nachdem wenige Minuten der zweiten Halbzeit vergangen waren, aber nur Thilo Meutzner und Lars Liese, die ihren großen Auftritt bekamen. Abgeklatscht von Mit- und Gegenspielern und sogar von Schiedsrichter Jan Birkemeyer nahmen die beiden mit Tränen in den Augen die Ovationen des Publikums auf der Haupttribüne – auch die fachkundigen Anhänger des HSV spendeten anerkennenden Beifall – entgegen.

Während Liese und Meutzner von ihrem ehemaligen Mitspieler und ETB-Spieler des Jahres 2000 Robert Miernik in den Arm genommen wurden, schweifte der Blick der ETB-Fans wieder gedankenverloren auf das satte Grün des Uhlenkrugs: Was war das doch für eine großartige Zeit, die wir mit „der Zweiten“ geteilt haben! Momente des Jubelns, wie das Aufstiegsspiel gegen BW Mintard fast auf den Tag genau vor sieben Jahren. Momente des Bangens, wie nach dem Ende des letzten Spiels der Saison 2009/2010, als man mit dem Ohr am Mobiltelefon vergeblich auf ein Wunder aus Steele wartete. Auch Phasen des Ärgers, nach Punktabzügen und der Eingruppierung in die Bezirksliga Düsseldorf/ Ratingen. Vor allem aber viele, viele tolle Spiele und nicht wenige Kantersiege über hoffnungslos unterlegene Gegner.

In stiller Dankbarkeit für eine Mannschaft, die auch für Außenstehende immer als Gemeinschaft wahrnehmbar war, die ehrlichen und beherzten Fußball zelebriert hat und den ETB über Jahre hinweg in Würde auf den Plätzen im mittleren Ruhrgebiet und nördlichen Bergischen Land vertreten hat, wollte niemand im Stadion glauben, dass dieser Weg mit einer 0:1-Niederlage enden würde. Und als ob es im Fußball wirklich eine höhere Gerechtigkeit gibt, konnte Björn Strübing in der dritten Minute der Nachspielzeit unter Aufbietung all seines artistischen Könnens den Ball tatsächlich noch zum 1:1 in die Maschen des Heisinger Tores bugsieren. Wie einst Ralf Mölders nach seinem letzten Treffer für den ETB rannte Strübing in Siegerpose zur Eckfahne vor dem VIP-Raum, bevor er in einer schwarz-weißen Jubeltraube unterging.

Dieses Tor, das mehr als nur ein Spiel der Bezirksliga zu einem krönenden Abschluss brachte, hatte sich die Reserve freilich redlich verdient: Nach dem frühen 0:1 durch den Ex-ETBer Luca Dobinski dominierten die Schwarz-Weißen die Partie und kamen zu zahlreichen Torchancen: Matthias Bayrak setzte einen gegen die Laufrichtung des Torwarts gespielten Kopfball gegen den Pfosten. Eine Hereingabe von Charly Mumcu flog mit einem Abstand von geschätzten 10cm parallel zur Torlinie an Freund und Feind vorbei. Björn Strübing knallte das Spielgerät nach feinem Doppelpass mit Mumcu an die Unterlatte. Einen Schuss von Bayrak konnte HSV-Keeper Vonnemann mit größter Mühe gerade noch zur Ecke abwehren. Offensivaktionen der zurückhaltend agierenden Heisinger blieben dagegen die absolute Ausnahme. Und wenn doch einmal ein Ball vor das ETB-Tor kam, war Schnapper Lars Ramrath, dem definitiv der Titel „Bester Feldspieler in einem Fußballtor 2011“ gebührt, zur Stelle.

Ein verdienter Punkt! Und so, wie der Ausgleich fiel, auch ein perfekter Auftakt für eine lange Feiernacht im Clubhaus!

Bei allen, die über Jahre hinweg den ETB II ausgemacht haben, bedankt sich der Schreiber dieser Zeilen für viele intensive und ereignisreiche Spielzeiten. Es war eine große Freude, Euch als Fan begleiten zu dürfen. Ihr habt das gezeigt, weswegen Amateurfußball so besonders ist: Keine Allüren. Keine Show. Kein Event-Fußball. Nein: Im besten Sinne des Wortes Spaß-Fußball. 11 Freunde. Ein Team. (cso)

ETB II: Ramrath – Meutzner (48.’ Nipken), Nilewski, Steinmann, Liese (50.’ Dzierzon) – Behnke, Orfanidis (85.’ Haase), Kaiser, Strübing – Bayrak, Mumcu.

Tore: 0:1 (10.’) Luca Dobinski, / 1:1 (90.’+3) Björn Strübing.

Zuschauer: 60


       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       

Fotos: pjg
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