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27.11.2011 / cso Mobilansicht
B-Junioren-Niederrheinliga:
ETB - Rot-Weiss Essen U16 4:2 (2:2)
B1 zerlegt RWE in packendem Derby

Derbysiege schmecken süß. Auch, weil sie so rar gesät sind. Wenn ein Erfolg gegen den roten Bruder dann auch noch in einem Spitzenspiel gelingt und mit einer bärenstarken Leistung herausgespielt wurde, darf man beim ETB schon ’mal die Korken knallen lassen.

Spielentscheidend waren die Zuckerpässe von Hendrik Heiermann. Heiermann, der zunächst noch als Linksverteidiger begonnen hatte, war nach dem Seitenwechsel anstelle von Dominik Raposinho de Miranda ins zentrale Mittelfeld gerückt und sezierte von dort gleich zweimal mit seinen Zuckerpässen die Viererkette von Rot-Weiss Essen (Foto zum 4:2). Abnehmer war jeweils Haris Gracic, der, von Hendrik Heiermann angespielt, zudem die nötige Abgezocktheit besaß, Gästetorwart Marian Ograjensek mit platzierten Flachschüssen in die linke Ecke zu überwinden. Zwei großartig herausgespielte Treffer, die von der ETB U17 auch ausgelassen bejubelt wurden.

Weitere Torchancen hatten Haris Gracic und Kapitän Tim Vielain, die vor dem 3:2 von Kevin Neumann bzw. Tim Ewers angespielt worden waren, die Hereingaben von der Außenposition aber nicht voll erwischten. Für einen fünften Treffer hätte kurz vor Schluss beinahe Atakan Karazor gesorgt, doch seinem Kopfball war kein Erfolg beschieden.

Von Rot-Weiss Essen war in den zweiten vierzig Minuten außer einem verdeckten Schuss von Furkan Ünacan gleich zu Beginn absolut nichts mehr zu sehen. Komplett abgemeldet hatte die zunehmend sicher agierende ETB-Hintermanschaft um die Innenverteidiger Lars Brose und Kadir Katranci den bisherigen Tabellenzweiten. Die wenigen Bälle, die doch auf das Tor der Gastgeber kamen, waren zudem eine sichere Beute für Torwart Jamie Fischer.

In der ersten Halbzeit war das Derby noch deutlich ausgeglichener gewesen. Das neue Trainerduo Jörg Ostwald und Mirko Strasdin hatte die U17 deutlich offensiver ins Spiel geschickt, als die Stammzuschauer der B1 das bislang gewohnt gewesen waren. An die Stelle des 4-5-1 war eine 4-3-3-Formation gerückt, sodass Mittelstürmer Haris Gracic links und rechts von Kevin Neumann und Nicola Ehm flankiert und unterstützt werden konnte. Umgekehrt bedeutete diese Umstellung natürlich mehr Laufarbeit für das defensive Mittelfeld mit Alfio Verzi und Atakan Karazor.

Nachdem der ETB das neue System eine Viertelstunde gut umgesetzt hatte, führte der erste unnötige Ballverlust gleich zum 0:1. Furkan Ünacan hatte sich das Leder ergaunert und zog ab; Jamie Fischer bekam einen Fuß dazwischen, der Ball trudelte Richtung Torlinie, Tim Vielain eilte hinterher; gerade, als Vielain die Kugel aus der Gefahrenzone dreschen wollte, sprang der Ball in ein Loch – vielleicht kam auch ein Windstoß dazu –, änderte seine Richtung und trudelte ins verwaiste ETB-Tor.

Glücklicherweise ließ sich die B1 von dieser Kuriosität nicht aus dem Konzept bringen und kam wenige Minuten später durch Atakan Karazor, der eine Freistoßflanke von Dominik Raposinho de Miranda per Kopf verwertete, zum verdienten Ausgleich (Foto).

Nach einer halben Stunde wurde es dann richtig dramatisch: Der rot-weiße Mittelstürmer Ünacan drang, von Kadir Katranci bedrängt, in den Strafraum ein, kam aber nicht an dem ETB-Innenverteidiger vorbei und ließ sich schlussendlich über Katrancis Bein fallen. Ein Pfiff. Die ETB-Anhänger rechneten mit einer gelben Karte wegen Unsportlichkeit, doch zum Entsetzen aller gab es Elfmeter für RWE. Nur gerecht war es da, dass RWE-Kapitän Devin Müller dieses Geschenk rechts am Tor vorbeischoss. Im Gegenzug spielte dann Nicola Ehm Haris Gracic auf Halblinks frei; Gracic zog ab, traf den Pfosten; Alfio Verzi setzte nach und hämmerte das Leder in den rechten Winkel – 2:1 statt 1:2.

Dass die Führung nur vier Minuten hielt, lag zunächst einmal mehr am schwachen Schiedsrichter Matthias Dransfeld (Duisburg), der auf einen eher zweifelhaften Freistoß im Mittelfeld samt völlig überzogener gelber Karte zugunsten von RWE entschieden hatte, vor allem aber an der zweiten und für heute auch letzten Unkonzentriertheit in der ETB-Defensive: Nachdem die akute Torgefahr eigentlich schon gebannt war, vergaßen die Abwehrrecken, den Ball entgültig aus der Gefahrenzone zu dreschen. Quendrim Kuci schloss mit einem an sich ungefährlichen Schuss ab, doch Jamie Fischer im ETB-Tor verguckte sich, und schon war es passiert – 2:2.

Die Worte, die Jörg Ostwald und Mirko Strasdin in der Halbzeitpause gefunden haben, scheinen genau richtig gewesen zu sein. Die zweiten vierzig Minuten waren dann jedenfalls das Beste, was man seit langem von der U17 gesehen hat.

Nach dem tollen Sieg über Rot-Weiss Essen beträgt der Rückstand auf den Tabellenführer Rot-Weiß Oberhausen, der heute nur zu einem 1:1 in Repelen kam, lediglich einen einzigen Punkt. Nächste Woche könnte der ETB mit einem Sieg beim KFC Uerdingen also schon auf Platz 1 klettern.


ETB U17: Fischer – Vielain, Katranci, Lars Brose (75.’ Habermann), Heiermann – Karazor, Raposinho de Miranda (50.’ Salhöfer), Verzi – Nicola Ehm (72.’ de Stefano), Gracic, Neumann (50.’ Ewers).

Tore: 0:1 (15.’) Ünacan, 1:1 (19.’) Karazor, 2:1 (32.’) Verzi, 2:2 (36.’) Kuci / 3:2 (62.’) Gracic, 4:2 (65.’) Gracic.

Bes.Vorkommnis: Müller (RWE) verschießt Foulelfmeter (31.’).

Zuschauer: 100

Video von powerplay.tv


       
       
       
       
       
       
       

Fotos: cso et al.
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